Landliebe-Milch kostet bis zu 50 Cent mehr als andere Milch. Mit Werbeversprechen wie „artgerechter Tierhaltung“, „strengen Kriterien der Babynahrung“ und „ausgewählten Bauernhöfen“ begründet Hersteller Campina den hohen Preis. Aber die „Qualitätsgarantie“ auf der Verpackung können Verbraucher überhaupt nicht überprüfen. Belege liefert Campina für die angeblich „artgerechte Tierhaltung“ auch nicht. Seit Oktober 2008 ist Landliebe-Milch „gentechnikfrei“, die Landliebe-Bauern setzen also kein gentechnisch verändertes Futter mehr ein. Im Prinzip eine gute Sache. Ein Grund für den immensen Preisaufschlag ist das aber nicht, denn die Bauern erhalten nur einen 1 Cent mehr pro Kilogramm Milch als den üblichen Marktpreis. Den Mehrpreis zahlen Verbraucher also offenbar immer noch hauptsächlich für eines: dreistes Marketing.
auf der Verpackung Ihres Produktes „Landliebe Landmilch“ loben Sie eine besondere Qualität der Milch aus und garantieren unter anderem „artgerechte Tierhaltung“. Ob die Tiere, von denen Landliebe-Milch kommt, tatsächlich artgerecht gehalten werden, können Verbraucher jedoch nicht überprüfen, denn Sie liefern keine nachvollziehbaren Belege dafür. Das deutsche Recht kennt außerdem keine Garantie für Erzeugungsbedingungen. Ihre so genannte Qualitätsgarantie halte ich darum für eine Irreführung der Verbraucher.
Seit Oktober 2008 bieten Sie Landliebe-Milch „Ohne Gentechnik“ an. Das ist grundsätzlich ein positiver Schritt. Die Bauern, die gentechnikfreie Milch produzieren, erhalten von Ihnen einen Preiszuschlag von 1 Cent pro Kilogramm Rohmilch. Im Supermarkt kostet Landliebe-Milch jedoch bis zu 50 Cent mehr pro Liter als andere Vollmilch. Was diesen hohen Preis tatsächlich rechtfertigt, ist für Verbraucher überhaupt nicht transparent.
Verkaufen Sie doch in Zukunft gentechnikfreie Milch auch unter anderen Campina-Marken - zu fairen und transparenten Preisen! Damit auch all jene Verbraucher die Wahl haben, die sich den satten Landliebe-Preisaufschlag nicht leisten können.
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