19. Juni 2012 | Fast 130.000 Verbraucher haben online über die dreisteste Werbelüge des Jahres abgestimmt. Mehr als ein Drittel der Verbraucher (34,1 Prozent) sahen in den Instant-Früchtetees von Hipp den unverschämtesten Fall von Etikettenschwindel. Der Hersteller empfiehlt die Zuckergranulat-Tees für Kleinkinder ab dem 12. Monat, obwohl sie je fertige 200ml-Tasse rund zweieinhalb Stück Würfelzucker enthalten. foodwatch verleiht Hipp deshalb den Goldenen Windbeutel 2012.
Vom 22. Mai bis zum 18. Juni 2012 konnten Verbraucher ihre Stimme für einen von fünf Kandidaten abgeben. Neben den Instant-Früchtetees von Hipp standen Becel pro.activ von Unilever, der Früchtetee Landlust Mirabelle & Birne von Teekanne, die Viva Vital Hackfleisch-Zubereitung vom Netto-Markendiscount sowie Clausthaler Classic von der Radeberger Gruppe zur Wahl. Die Ergebnisse im Detail:
abgespeist.de – die foodwatch-Kampagne gegen Etikettenschwindel
Die Lebensmittelindustrie täuscht Verbraucher systematisch und führt sie in die Irre. Damit sich das ändert, verleiht foodwatch 2012 im Rahmen der Kampagne abgespeist.de zum vierten Mal den Goldenen Windbeutel für die dreisteste Werbelüge eines Lebensmittelherstellers. Im Jahr 2009 hatte Actimel von Danone den Negativ-Preis bekommen, im Jahr 2010 der Monte Drink von Zott und im Jahr 2011 die Milch-Schnitte von Ferrero.
Die foodwatch-Kampagne abgespeist.de entlarvt anhand konkreter Beispiele die ganz legalen Werbelügen der Lebensmittelhersteller. Und übt gemeinsam mit den Verbrauchern Druck auf die Lebensmittelindustrie aus, damit diese ihre irreführenden Werbepraktiken aufgibt.
Seit dem Start der Kampagne Ende 2007 wurden auf der Kampagnenseite abgespeist.de 37 Produkte vorgestellt – 37 Fälle von Werbelügen und Etikettenschwindel. Zu jedem Produkt gibt es eine E-Mail-Aktion. Rund 260.000 Verbraucherbeschwerden sind auf diesem Wege direkt bei den Herstellern eingegangen.