17. Juni 2011 | In der Nacht von Donnerstag auf Freitag stand fest: Die Milch-Schnitte hat die Wahl zum Goldenen Windbeutel mit Abstand gewonnen. Am nächsten Vormittag standen foodwatch-Aktivisten vor der Tür der Ferrero-Zentrale in Frankfurt am Main und wollten Ferrero den Preis übergeben. Der Konzern weigerte sich jedoch den Preis anzunehmen. Auch jedes Gespräch lehnte die Geschäftsführung ab. Gegenüber der Presse äußerte sich Ferrero aber: Man habe keine Hinweise darauf, dass die Verbraucher die Werbung für die Milch-Schnitte als irreführend empfinden. Anscheinend sind mehr als 50.000 Stimmen bei der Wahl zur dreistesten Werbelüge des Jahres noch nicht genug Hinweise... Also: Mehr Hinweise gefragt!
Video von der Verleihung des Goldenen Windbeutels 2011 an Ferrero
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Mit einer Aktion am Ferrero-Deutschlandsitz in Frankfurt am Main hat foodwatch dem Süßwarenkonzern Ferrero am 17. Juni 2011 den Goldenen Windbeutel 2011 als Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres verliehen.
Anne Markwardt, Leiterin der foodwatch-Kampagne gegen Etikettenschwindel, versuchte, den „Goldenen Windbeutel“ an die Ferrero-Deutschland-Geschäftsführer Carlo Vassallo und Stephan Nießner zu überreichen.
Der Süßwarenkonzern wollte sich der Kritik jedoch nicht stellen: Obwohl die Aktion angekündigt war, stand die Ferrero-Geschäftsführung den foodwatch-Aktivisten für Gespräche nicht zur Verfügung.
Ein Mitarbeiter des Empfangs richtete aus: „Die Geschäftsführung lässt mitteilen, dass Ferrero den Windbeutel nicht annehmen will und dass Gesprächsbereitschaft auch nicht vorhanden ist.“ Er verwies auf die E-Mail-Adresse presse@ferrero.com: „Das wäre die einzige Kontaktaufnahmemöglichkeit.“
Allerdings hatte Ferrero in den vergangenen Wochen per E-Mail bereits tausende Verbraucherbeschwerden erhalten – und nicht beantwortet. Die foodwatch-Aktivisten hinterließen Ausdrucke der Beschwerde-Mails daher an der Konzernzentrale in Frankfurt.